Auch gegen die Kassenärztliche Vereinigung wird ermittelt.
Mohamad A. bestreitet vor Gericht, mit seinem Corona-Testzentrum betrogen zu haben.
Anfang Juni vergangenen Jahres eröffnete Mohamad A. sein eigenes Testzentrum, in dem nach seinen Worten vier bis fünf Mitarbeiter beschäftigt waren. Auch sein Bruder habe mitgearbeitet, erzählt er. Die Anzahl der getesteten Personen habe er an die Kassenärztliche Vereinigung gemeldet. Das Geld, das die KV für die Test erstattete, floss auf das Konto seines Vaters – weil es mit seinem Konto Probleme gegeben habe, sagt Mohamad A.Seit Dienstag muss sich Mohamad A.
Mohamad A. schüttelt bei der Verlesung der Anklage leicht den Kopf. Sein Anwalt erklärt danach: „Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe.“ Um seine Unschuld zu beweisen, hat der junge Mann der Richterin Swenja Rowek einen dicken Stapel Unterlagen mitgebracht – Listen von Tests, die er aus all seinen Laptops zusammengetragen haben will und die die Rechtmäßigkeit seiner Abrechnungen belegen sollen.
Seit Dienstag ist bekannt, dass die Polizei gegen den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Das berichtete Spiegel TV. Der Verdacht stehe im Zusammenhang mit gefälschten Abrechnungen in Corona-Testzentren. Demnach soll die KV die Ermittlungsbehörde über keinen einzigen Betrugsfall informiert haben. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob es tatsächlich einen Anfangsverdacht gebe.