Fehlende Kontrollgruppen, weit gefasste Definitionen: Ein Forscherteam aus den USA kritisiert methodische Mängel in Long-Covid-Studien. Ihnen zufolge könnte das zu einer Fehleinschätzung des Risikos führen.
Foto: Sebastian Gollnow / dpa
Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen: Manche Symptome einer Coronainfektion verschwinden nicht mit dem negativen Testergebnis. Sie können bleiben oder Wochen bis Monate nach der Infektion wieder auftreten und den Alltag von Betroffenen erheblich einschränken. Das Risiko tatsächlich anzu erkranken, könnte jedoch überschätzt sein. Das legt eine Untersuchung von Forschende aus den USA nahe.
Unter den Autorinnen der aktuellen Publikation ist Tracy Beth Høeg von der University of California in San Francisco. Sie und ihre Kollegen kritisieren etwa fehlende oder ungeeignete Kontrollgruppen in Studien zur Long-Covid-Häufigkeit. Mit Kontrollgruppen überprüfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob ein Umstand tatsächlich einen Effekt hat und wie viel von diesem praktisch ein Placebo ist.
In Anbetracht der weiten Definition hätten Forschende die Verpflichtung, Art und Häufigkeit der gemeldeten Symptome bei Infizierten mit Fällen bei nicht Infizierten zu vergleichen – idealerweise etwa in Bezug auf Demografie oder die zugrunde liegende Gesundheit, heißt es weiter. Dies sei jedoch häufig nicht geschehen, wie ein systematisches Review Ende des vergangenen Jahres gezeigt habe.
Verzerrungen hätte es insbesondere in der Anfangsphase der Pandemie gegeben, als Coronatests noch nicht weitverbreitet waren, schreiben die Autorinnen und Autoren der aktuellen Publikation. Da weniger Menschen mit keinen oder leichten Symptomen in die Untersuchungen einbezogen wurden, sei es wahrscheinlicher, dass Studien eine nicht repräsentative Stichprobe von positiv getesteten Patientinnen und Patienten enthielten.
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