In England selber kennt es keiner, hier jedes Kind: „Dinner for One“ ist deutscher Silvester-Klassiker im Fernsehen. Was der Rest der Welt zum Jahreswechsel in der Glotze schaut, lesen Sie hier. Neujahr FrohesNeues
Seit nunmehr 50 Jahren flimmert die ewig 90-jährige Miss Sophie zusammen mit ihrem Butler James pünktlich zum 31. Dezember über die Bildflächen der Republik. Selbst Google ist auf das Ritual angesprungen und widmete dem Kurzstreifen eine Hommage, die sich zeigt, wenn man in der Suchmaschine „Dinner for One“ eingibt und auf den Tigerkopf klickt.
Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen. Doch Deutschland ist mit seinem Slapstick-Hype nicht allein. Neben Österreich und der Schweiz zählt der Sketch zum festen Tagesablauf vieler Familien in Dänemark, Schweden, Norwegen, Estland und Luxemburg, sowie in geringerem Maße auch in Südafrika und Australien. Nur im Ursprungsland Großbritannien selbst geriet er fast in Vergessenheit. 2018 schaffte es das Dinner auf den Privatsender Sky Arts, wurde 2020 jedoch schon wieder aus dem Neujahrsprogramm genommen.
Eine Männergruppe läutet mit reichlich Wodka in einer Moskauer Banja das neue Jahr ein. Im Rausch kommt es zur Verwechslung, sodass der falsche Junggeselle zurück nach Leningrad fliegt und dort seine Moskauer Wohnung sucht. Dank gleicher Straßen, gleicher Plattenbauten und gleicher Türschlösser schafft er es bis in die gleich möblierte Wohnung einer ihm fremden Frau und die beiden verlieben sich letztendlich.
Team Rot: Sängerinnen der japanischen Pop-Gruppe „Momoiro Clover Z“ vor dem alljährlichen „Kōhaku“-Wettstreit.Abgesehen von kurzen und langen Filmspektakeln warten viele Länder mit einer Mischung aus Unterhaltungs- und Musikprogramm auf. Auf die Spitze treiben es dabei die Japaner: Seit 1951 gibt es dort „Kōhaku“. Die Sondersendung zum Neujahr besteht aus einem Wettstreit, bei dem die beliebtesten Sängerinnen des Jahres gegen die beliebtesten Sänger antreten.