Eine längere Nutzung von Konsumgütern ist nötig für eine Kreislaufwirtschaft. Doch auch teure Markenprodukte sind bisher kaum zu reparieren.
BERLIN taz | Die EU-Kommission plant, ein Recht auf Reparatur einzuführen. Was würde das bedeuten, beispielsweise für: die Dinge in meinem Badezimmer und ihre Hersteller? Vor sieben Jahren komplett erneuert, findet sich darin das Übliche, darunter eine Lampe an der Decke, eine elektrische Zahnbürste, eine Badewanne. Diese Wanne, laut Verkäuferin ein echtes Raumwunder, hat einst die Großhandelsmarke Vigour geliefert.
Geht es nach dem liberalen EU-Verbraucherkommissar Didier Rynders, würden Kunden die Info, dass der Bezug von Ersatzteilen schwierig ist, gleich am Verkaufspunkt erhalten. Auch sollen die Unternehmen verpflichtet werden, ihren Kund:innen für eine längere Zeit – etwa sieben bis zehn Jahre – Ersatzteile anbieten.
Defizit bei Reparaturwerkstätten Die nützen allerdings wenig, wenn die Lampe nach sieben Jahren kaputtgeht. In diesem Falle wären gute Reparaturwerkstätten nützlich – doch die sind rar gesät. „In der Praxis sind das meist ganz kleine Unternehmen“, sagt Henning Wilts, Abteilungsleiter Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut, „es fehlen einheitliche Qualitätsstandards oder Ausbildungen.
Das dürfte etwa bei der elektrischen Zahnbürste so sein. Laut dem Hersteller Procter & Gamble schwankt ihre Lebensdauer je nach Modell zwischen 4 und 6 Jahren. Immerhin nutzen die Konsument:innen ihre Zahnbürste also mindestens doppelt so lang wie ihr Handy. Gibt der Zahnbürsten-Akku auf, kann man ihn tauschen.
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