Noch läuft es beim Ausbau der Windkraft in Deutschland weiter schleppend. Mit einem Praxis-Check will das Bundeswirtschaftsministerium herausfinden, woran es genau hakt. In Stuttgart arbeitet man derweil an einer Turbo-Methode, um den Genehmigungs-Stapel schneller abzuarbeiten.
Wie kann der Ausbau der Windkraft beschleunigt werden? Was hindert Verwaltungen an schnellen Genehmigungen für Anlagen? Was brauchen Unternehmer, um die Windräder schnell aufzubauen? Antworten auf diese Fragen erhofft sich das Bundeswirtschaftsministerium von Expertinnen und Experten aus der Praxis.
Aus Sicht der Genehmigungsbehörden wären einheitliche Standards notwendig, etwa wie Fragen des Artenschutzes für ein Genehmigungsverfahren geklärt werden sollen. "Standardisierte Erhebungsverfahren machen es für uns sehr viel einfacher", sagte Jochen Heinz, erster Landesbeamter des Landkreises Göppingen. Dann könne es auch keinen Streit verschiedener Gutachter geben.
Eine von KI unterstützte Software für die Genehmigungsbehörden sei derzeit ausgeschrieben, teilte eine Sprecherin des Staatsministeriums mit. Das Programm solle künftig die Bearbeiterinnen und Bearbeiter bei der Prüfung von Genehmigungsanträgen unterstützen und beispielsweise Hinweise zur Auslegung der Rechtslage geben.Insgesamt waren laut Umweltministerium in Baden-Württemberg Stand Ende September 770 Windenergieanlagen in Betrieb.