Links der Mitte wird vor allem die Union für den Höhenflug der AfD verantwortlich gemacht. Sie verschiebe den Diskurs nach rechts. Doch was sagen Forscher dazu? Sonneberg Sesselmann
Wie auch immer man es wendet: Es ist zu einfach, Erfolg oder Misserfolg von AfD und CDU allein auf Ton und Themensetzung zurückzuführen. Das hat erst kürzlich die Wiederholungswahl in Berlin gezeigt. Obwohl die CDU nach den Silvester-Krawallen die Vornamen der Tatverdächtigen erfahren wollte – und damit eine hitzige Debatte auslöste –, verbesserte sie ihr Ergebnis deutlich. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren.
Heute tragen zu dieser Verunsicherung vor allem gestiegene Energiepreise bei – ein Haupttreiber für die Teuerung in Deutschland. Hinzu kommt die Debatte über das Heizungsgesetz der Ampelregierung, verbunden mit der Frage, welche Kosten auf die Bürger zukommen. Mittlerweile dürfte auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eingesehen haben, dass zu spät über Entlastungen gesprochen wurde.
Derweil scheint auch CDU-Chef Merz den Frust über die Grünen nutzen zu wollen. Die Partei sei „dafür verantwortlich, dass diese Polarisierung um die Energiepolitik, um die Umweltpolitik in dieser Weise entstanden ist“, sagte Merz am Montag. Deswegen seien die Grünen „auf absehbare Zeit die Hauptgegner in dieser Bundesregierung“.
Von seinem Versprechen, dass er die AfD „halbieren“ wolle, hat sich der CDU-Chef mittlerweile distanziert. Was nachvollziehbar ist, liegt ihre Stammwählerschaft doch deutschlandweit je nach Schätzung bei 12 bis 15 Prozent. Und diese Wähler stimmen, unabhängig von aktuellen Debatten und Krisen, aus tiefer Überzeugung für die AfD.
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