Nach dem jüngsten Eklat tritt Tübingens Oberbürgermeister aus den Grünen aus. Späte Einsicht eines Provokateurs mit Potenzial.
Nicht die erste Entgleisung: Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, ist nun in Auszeit Foto: Marijan Murat/dpa
Selbst einer seiner wichtigsten Unterstützer, der ehemalige grüne Spitzenpolitiker Rezzo Schlauch, hatte Palmer noch am Wochenende in einer öffentlichen Erklärung die „persönliche und politische Loyalität“ aufgekündigt und sein Mandat als Anwalt für ihn niedergelegt. Damit geht das Kapitel Boris Palmer und die Grünen nach vielen Irrungen und 22 Jahren wohl endgültig zu Ende. Lange provozierte er seine Partei bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Mitten im Flüchtlingssommer 2015 entgegnete er im Gegensatz zu seiner Partei der Kanzlerin „Wir schaffen es nicht“ und wollte damit auf die drohende Überlastung der Kommunen bei der Flüchtlingsbetreuung hinweisen.
Vertane Chance Spätestens dieser Erfolg zeigt, was Boris Palmer für seine Partei auch hätte sein können: eine kommunal- und klimapolitische Galionsfigur seiner Partei, von denen sie nicht so viele hat. Palmer schafft in seiner Stadt eine hohe Akzeptanz für eine sozialökologische Politik. Er vereint Wirtschaftswachstum und CO2-Reduktion, er machte in der Wohnraumfrage Ernst, und drohte Besitzern leerstehender Wohnungen mit Enteignung.
Es war nicht die erste ressentimentgeladene Wortmeldung mit ungünstigem Timing. Die SPD-Fraktion im Stadtrat weigerte sich daraufhin, weiter mit Palmer zusammenzuarbeiten.
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