Die Konfliktparteien im Sudan haben sich auf eine 24-stündige Feuerpause ab Dienstagabend verständigt. Bislang sind mindestens 185 Menschen ums Leben gekommen.
Im Sudan haben sich die Konfliktparteien auf eine 24-stündige Feuerpause verständigt. Die Waffen sollten ab Dienstag 18.00 Uhr MESZ für einen Tag niedergelegt werden, teilte die Armee mit. An eine Verlängerung sei aber nicht gedacht, sagte General Schams El Din Kabbaschi vom regierenden Militärrat im TV-Sender Al-Arabiya.
Zuvor hatte US-Außenminister Antony Blinken sowohl mit Daglo als auch mit De-facto-Präsident Abdel Fattah Al-Burhan telefoniert und die rivalisierenden Parteien zu einem Waffenstillstand gedrängt. „Es sind bereits zu viele Zivilisten ums Leben gekommen. Ich betonte, wie wichtig es ist, die Sicherheit des diplomatischen Personals und der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zu gewährleisten“, teilte Blinken am Montagmorgen ebenfalls auf Twitter mit.
Ausgelöst wurde der Konflikt laut Beobachtern durch einen Streit über die Integration der Rapid Support Forces in das Militär als Teil des Übergangs zu einer zivilen Regierung. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, teilte mit, dass wegen des anhaltenden Beschusses Tausende Zivilisten in ihren Wohnungen und Häusern gefangen seien, oft ohne Strom und ohne Möglichkeit, Essen, Wasser oder Medikamente zu besorgen. Neun Krankenhäuser in der Hauptstadt Khartum fehle es an allem, es seien nicht genügend Blutkonserven, Medikamente und Verbandsmaterial vorhanden.
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