In London sind zwei Klimaaktivist:innen verurteilt worden, doch die Anschlagsserie auf Kunstwerke reißt nicht ab. Das schadet nicht nur den betroffenen Museen. Ein Kommentar.
haben, ist Fakt. Nun gilt es Maßnahmen zu treffen, um hoffentlich gerade noch die Kurve zu kriegen. Maßnahmen, die wehtun müssen, sind wir doch alle viel zu wenig bereit unsere komfortablen Leben anzupassen – ausdrücklich für den privilegierten Teil der Gesellschaft gesprochen.
Nun könnte man argumentieren, dass diese Anschläge gegen die Kunst gerade den privilegierten Menschen – denen, die ein tatsächliches Umdenken bewirken können – besonders weh tun. Also genau an dieser Stelle richtig platziert sind. Der Protest erreicht seine Zielgruppe, zielt in die Achillessehne des Establishments, zwingt die Bonzen dieser Welt endlich zu handeln, statt nur zu reden.
Doch so einfach ist es eben nicht. Kunst ist weit mehr als Statussymbol der Reichen und Schönen, Schmuckstück der Upper Class. Kunst war und ist stets selbst Ausdruck des Protests, des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs. Géricaults „Floß der Medusa“ ,, so ziemlich alles von Francis Bacon – keine Epoche kam ohne dieses Spiel mit der Provokation, mit der Auflehnung gegen „die da oben“ aus. Kunst ist Demokratie in ihrer unmittelbarsten Ausdrucksform.
Der besteht aus Schulklassen und Senior:innen, die sich mit Audioguides auf den Ohren und kleinen Klappstühlen unterm Arm von Bild zu Bild schieben. Er besteht aus Pädagog:innen, die wichtige Vermittlungsarbeit leisten, aus Kunstschaffenden, die aus tiefer Passion Werke und Programme konzipieren, die uns andere Perspektiven auf diese Welt ermöglichen.
Museen, ebenso wie Theater, Konzerthäuser oder Bibliotheken, sind Orte, die für das Überleben des Diskurses und der Demokratie unbedingt notwendig sind. Im Falle der Museen sind es die Kunstwerke, die unser humanistisches Streben und die Fortentwicklung der Gesellschaft repräsentieren.
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