Yes oder No? Australien ist derzeit tief gespalten. Bei einem Referendum geht es darum, ob die Aborigines eine politische Mitsprache bekommen. Die Frage polarisiert - auch unter den Indigenen selbst.
Hunderte Menschen ziehen mit australischen Flaggen durch die Straßen von Melbourne und tragen Plakate mit der Aufschrift «Vote No!». In Brisbane wird hingegen «Vote Yes!» skandiert, während Demonstranten die schwarz-rot-gelbe Flagge der Aborigines schwenken.
Viele glauben, dass ein solcher Schritt die Gräben zwischen den Ureinwohnern und den weißen Australiern noch vertiefen würde. Was auf den ersten Blick verwundert: Auch indigene Bürger sind unter den Gegnern. Sie argumentieren, dass das Vorhaben nicht weit genug gehe und keine echte Veränderung bringen würde.
Erklärtes Ziel der Regierung von Labor-Chef Anthony Albanese ist es, die Lebensrealität der Ureinwohner zu verbessern. Die Aborigines gelten als die älteste noch bestehende Kultur weltweit und bevölkern den Kontinent seit mehr als 65.000 Jahren. Doch bis heute leiden sie unter Ausgrenzung, sozialer Benachteiligung und den Nachwehen der Kolonisierung durch europäische Siedler.
Im selben Jahr wurden unter dem Namen «Closing the Gap» Ziele definiert, mit denen die Ungleichheit zwischen der indigenen und nicht-indigenen Bevölkerung beseitigt werden sollte. Doch immer noch ist die Minderheit - 3,2 Prozent der australischen Gesellschaft identifiziert sich als indigen - finanziell und gesundheitlich benachteiligt. So ist auch die Lebenserwartung niedriger: Im Schnitt leben weiße Australier acht Jahre länger.
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