2000 wütende Uckermärker und ein einsamer Wirtschaftsminister. Robert Habeck (52, Grüne) hatte am Mittwoch einen schweren Stand in Schwedt. Obwohl er die Zukunft der PCK-Raffinerie garantierte, wurde er ausgebuht.
Ankunft war die Stimmung am Platz der Befreiung aufgeheizt. PCK-Arbeiter waren mit Familie gekommen, aber auch Linke, Rechtsextreme und Russlandfreunde wie AfD-Politiker Steffen Kotré.
Die Demo-Veranstalter Konstanze Fischer und Reinhard Simon fachten die Wut weiter an. „Wir brauchen keinen Minister, der nur alle paar Wochen vorbeikommt“, rief der Ex-Theaterchef. „Wenn wir hier heute nicht das Ergebnis kriegen, das wir wollen, werden wir weiterkämpfen. Mit allen Mitteln!“ PCK-Boss Ralf Schairer versuchte, die Wogen zu glätten. Er forderte den Erhalt aller Jobs und Bundeshilfen beim Umbau der Raffinerie, mahnte: „Wir brauchen Zeit und Geld dafür.“ Doch als der Minister die Bühne betrat, wurde er ausgebuht. „Grüne an die Ostfront!“, stand auf einem Plakat.Foto: Patrick Pleul/dpa
„Wir haben Geld für die Ertüchtigung der Pipeline aus Rostock besorgt“, erklärte Habeck unbeirrt, „der erste Öltanker hat schon angelegt.“ Er erneuerte seine Zusage: „Wir tun alles, damit bei einem Embargo in Schwedt auch in den Jahren 2023, 24, 25 Öl raffiniert wird und Ihre Arbeitsplätze sicher bleiben. Der Staat springt ein, wenn sich Putins Ölkonzern Rosneft aus der Raffinerie zurückzieht. Bis sie wieder wirtschaftlich ist.
Aber garantiert die Bundesregierung das auch? Habeck zu B.Z.: „Das kann ich Ihnen alles gerne noch mal schriftlich geben.“
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