Die »Bild«-Zeitung fragt, ob unser Bundestrainer zu nett sei. Dabei liegt die wirkliche Erklärung für den deutschen Misserfolg so nah.
Gestern fragte eine große deutsche Zeitung, ob Hansi Flick zu nett sei. Im deutschen Fußball gibt es noch immer das spektakuläre Missverständnis, dass man besonders ungehobelt sein muss, um erfolgreich zu sein. Irgendwann taucht immer ein von Raucherhusten geschüttelter Ex-Profi auf, der aus irgendeiner Kneipe fällt und in ein Mikrofon blafft, dass es wieder »echte Typen« brauche.
Mir gefällt die Herzlichkeit von Hansi Flick, seine Manieren. Es laufen zu viele unhöfliche Menschen in diesem Land herum, die schlechte Laune für ihr Markenzeichen halten. Es ist in Deutschland nicht so verbreitet, aber man kann gleichzeitig freundlich sein und sehr hart in der Sache. Das Idealbild ist der grätschende Gentleman. Ein Phänomen aus einem Land, das uns kulturell viel voraushat: England.
Im britischen Parlament herrschen Höflichkeit und intellektuelle Härte. In Deutschland raunzen sich Politiker mittelmäßig freundlich und mittelmäßig überzeugend an. Es wirkt fast so, als suche man verzweifelt nach einer Erklärung für den deutschen Misserfolg, um die naheliegende Erklärung zu umgehen: Deutschland ist einfach nicht gut genug. Es reicht nicht für die Welt. Ich glaube, besser werden ist eine Lösung. Unfreundlicher werden eher nicht.
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