Veranstalter der Demonstration am Sonnabend äußert sich zu den gewalttätigen Vorfällen. Berlins Antisemitismusbeauftragter wirft ihnen Täter-Opfer-Umkehr vor.
Für den Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus, Samuel Salzborn, ist das ein Beispiel für Täter-Opfer-Umkehr. „Jetzt stilisieren sich die Demonstranten als Opfer einer Medienkampagne“, sagt er der Berliner Zeitung. „Immer wieder wird behauptet, dass ihre Stimmen nicht gehört werden und nur die negativen Gewaltausbrüche oder Beschimpfungen gezeigt werden.
Nazim Hadad sieht das anders. Er betont, dass auch jüdische Organisationen beteiligt waren bei der Versammlung am Sonnabend. Es sei ihm darum gegangen, Sichtbarkeit für den Alltag von Palästinensern in den besetzten Gebieten herzustellen. Diejenigen, die ihnen dort mit Waffen gegenübertreten, seien oft Juden.
Ihm falle auch keine große propalästinensische Demonstration der letzten Jahre ein, auf der diese Vorfälle eben nicht dokumentiert wurden. „Antisemitismus“, so Salzborn, „ist ein Kern dieser Versammlungen.“ Teilnehmern der Sonnabend-Demonstration fallen sehr wohl auch friedliche propalästinensische Demonstrationen ein, zum Beispiel die Demonstration am 15. Mai 2021. An diesem Tag begehen Palästinenser traditionell den Tag der Nakba, betrauern den Beginn der israelischen Besatzung. Im Internet gibt es zwar auch Berichte von antisemitischen Übergriffen vom vergangenen Jahr. Das Jüdische Forum hat dokumentiert, wie Journalisten am Sonnabend fotografiert wurden.
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