Der Fondsmanager S. von der Londoner Finanzfirma Duet bedauert vor Gericht, bei Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt zu haben. Hauptverantwortlich seien aber andere gewesen.
Der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Aktienhändler S. von der Fondsgesellschaft Duet hat am zweiten Tag des Strafprozesses zu den Vorwürfen Stellung genommen. Die ganze Zeit habe er bei Duet ein „schlechtes Gefühl“ gehabt, ließ er von seinem Verteidiger Christian Pelz erklären. Dass er sich dennoch auf die Tätigkeit eingelassen hat, tue ihm leid.
Beantragt hatte die Gruppe unberechtigte Steuererstattungen in Höhe von 215 Millionen Euro, von denen ein großer Teil jedoch nicht mehr ausgezahlt worden war. Die Ankläger bezeichnen S. als „Mitarbeiter im Backoffice“ von Duet. Dort war er für die Umsetzung der Cum-Ex-Handelsstrategie zuständig. Laut Anklage habe er den Job nur machen können, weil er wusste, wie die Geschäfte funktionierten und woher letztlich der Profit kam.Konkret ging es bei den Duet-Geschäften um Fonds, mittels derer vermögende und institutionelle Anleger in Cum-Ex investieren konnten.
S. belastete außerdem den beschuldigten Händler M. Er bezeichnet seinen Ex-Kollegen als „Ideengeber und wichtigsten Entwickler der Deals“. M. wird auch in der Anklageschrift genannt. Dieser habe die Geschäfte bei Duet bereits 2009 „etabliert“, heißt es dort. In diesem Fall arbeitete Duet mit der Münchener Fondsfirma Avana zusammen,Weil S. statt eines Anteils von 50 Prozent am Cum-Ex-Profit 90 Prozent forderte, schied er noch 2009 im Streit bei Duet aus. M.
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