Aufmerksamkeit für Elfriede Jelinek: Der Film „Die Sprache von der Leine lassen“ bringt die Autorin wieder nahe. Ihr neues Buch fordert heraus.
Diese Begeisterung lässt sich teilen. Seit ein paar Tagen läuft der Dokumentarfilm „Die Sprache von der Leine lassen“ in den Kinos, und über die sozialen Medien erreichen einen dankbare Tweets, dass es diesen Film gibt, gleich nach dem Abspann noch aus dem Kino gesendet. In diesen Chor möchte man unbedingt gleich einstimmen. Tatsächlich nämlich bringt einem dieser Film nicht nur Elfriede Jelinek nahe.
Genauso kühl und analytisch durchdacht wie über diese Elternkonstellation hat sie in Interviews lange Zeit über ihre literarische Karriere Auskunft gegeben. Zentrale Wegmarken schneidet die Dokumentation überzeugend zusammen. Denn da gibt es eben noch den anderen Punkt: Über den biografischen Ansatz geht der Film weit hinaus. Auf der Tonspur lässt er die Texte selbst sprechen, in den Stimmen solcher Vorlesekönner*innen wie Sandra Hüller, Sophie Rois, Ilse Ritter, Martin Wuttke, Maren Kroymann, Stefanie Reinsperger.
Ein Höhepunkt dagegen sind Szenen aus der Burgtheater-Inszenierung von Jelineks „Ein Sportstück“, in dem der Regisseur Einar Schleef 1998 auf das Pathos dieser Texte noch viel theatrales Pathos gepackt hat. In einer Interviewszene sieht man Elfriede Jelinek ihre Trauer über den Tod Einar Schleefs an. Zugleich sagt sie: „Wenn man das Pathos riskiert, muss man auch die Trivialität riskieren.
Boris Beckers Klospülung Und zwischen vielen, vielen Kalauern – „Das Klopapier geht ebenfalls aus. Leider nicht mit mir“ – blitzen Auskünfte über ihre getöteten jüdischen Vorfahren auf, ihre in Auschwitz umgebrachte Tante etwa und ihren „Ur-Oheim“ Herschel Jellinek . So losgelassen diese Sprache auch ist, es geht dabei eben immer auch um ganz konkrete Fälle und Punkte.
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