Jenny\u202f(29) ist heute die Nummer eins in der Schlange vor der Erl\u00f6serkirche am Wikingerufer in Tiergarten. Vor ein paar Wochen hat die angehende T\u00e4towiererin ihren Job verloren. \u201eSeitdem komme ich hierher zur Tafel\u201c, sagt sie. \u201eOhne die Ausgabestelle w\u00fcsste ich am Ende des Monats nicht, was ich kochen soll. Das hier ist meine Rettung.\u201c
nach Deutschland geflohen. Freunde haben ihr von der Tafel erzählt. „Ich habe zwei Kinder und die Lebensmittel sind sehr teuer. Wir haben nicht viel Geld und sind froh, dass wir so Lebensmittel bekommen, mit denen wir kochen können.“
Immer mehr Tafeln arbeiten deshalb derzeit am Limit. Deutschlandweit kommen mehr Menschen, gleichzeitig steigen die Kosten der Tafeln selbst. Auch Spenden wurden weniger. „Gründe dafür sind u. a. die genauere Planung der Supermärkte und die hohen Lebensmittelpreise, wegen denen viele Menschen vermehrt nach günstigen Produkten greifen und diese teils in unnötig großen Mengen auf Vorrat einkaufen“, heißt es beim Bundesverband der Tafeln.
Oksana ist vor vier Wochen mit ihren beiden Kindern aus Charkiw vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet. 40 Familien aus der Ukraine sind in den letzten Wochen zusätzlich in der Ausgabestelle aufgenommen worden