Der britische Hersteller Aston Martin wollte mit dem spektakulären Valkyrie eigentlich in die neue Le Mans Hypercar-Klasse der Sportwagen-WM (FIA WEC) kommen. Nun wurde das Rennprogramm für 2020/21 jedoch abgesagt.
Nächste schlechte Nachricht für die FIA WEC. Aston Martin hat bekanntgegeben, zunächst nicht in die neue Le Mans Hypercar-Klasse der Sportwagen-WM einsteigen zu wollen. Als Grund nannte der britische Hersteller die Entstehung der neuen LMDh-Kategorie, die FIA WEC und die amerikanische IMSA Serie im Januar ausgerufen haben.
Damit muss die LMH-Kategorie der FIA WEC den nächsten Dämpfer hinnehmen. Die Klasse wird beim Saisonauftakt 2020/21 im britischen Silverstone ihr Debüt feiern. Bislang haben sich lediglich Toyota und die beiden privaten Projekte von Glickenhaus und ByKolles zur LMH bekannt. Im Januar 2020 hatte die FIA WEC schließlich eine Zusammenarbeit mit der amerikanischen IMSA-Serie beschlossen. Diese ermöglicht den Einsatz der zweiten DPi-Generation in der FIA WEC ab der Saison 2021/22. LMH und LMDh sollen über eine Balance of Performance auf ein Rundenzeiten-Niveau gebracht werden. Da die LMDh über viele standardisierte Teile verfügen, sind sie erheblich kostengünstiger als die Hypercars.
Aston Martin hatte den Einstieg in die Hypercar-Klasse der FIA WEC auf einer recht kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans 2019 verkündet. Hierzu sollte der spektakuläre Valkyrie als Basis dienen. Tatsächlich haben die Regelhüter die Hypercar-Klasse kurz zuvor gerade erst für umgebaute Straßenautos geöffnet, um Aston Martin den Weg zu bereiten.
Aston Martin hatte zuletzt mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Der Börsenkurs des Unternehmens hatte in den letzten Monaten herbe Verluste einstecken müssen. Daraufhin erwarb Force-India-Chef Lawrence Stroll Anteile am Unternehmen, in dessen Folge Force India ab der Formel-1-Saison 2021 auch in Aston Martin F1 umbenannt werden soll. Aston Martin ist derzeit auch Titelsponsor beim F1-Konkurrenzrennstall Red Bull Racing. Doch diese Partnerschaft geht Ende 2020 zu Ende.
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