Die deutschen Vermögensverwalter verdienten 2021 so viel Geld wie nie. Doch der Trend ist gekippt: In diesem Jahr droht ein Rückgang um bis zu 25 Prozent.
Schon die reinen Marktbewegungen drücken aus mehreren Gründen auf die Einnahmen der Verwalter. Zunächst zahlen die Investoren einen fixen prozentualen Anteil des verwalteten Kapitals an den Verwalter. Im Privatkundengeschäft betragen die Jahresgebühren etwa für Aktienfonds meist ein bis zwei Prozent. Wenn das Kapital bei Börsenrückschlägen schrumpft, streicht daher auch der Asset-Manager weniger ein.
Verwalter profitieren nicht nur von Altbeständen, sondern auch von neu zufließenden Geldern. Das verwaltete Kapital stieg im vergangenen Jahr massiv um eine halbe auf 4,5 Billionen Euro. Davon waren 0,2 Billionen Euro den Börsengewinnen zuzurechnen. Mit 0,3 Billionen entfiel noch mehr auf Nettoinvestments. „Das ist der höchste jemals gemessene Zufluss“, sagt Koch.
Der absehbare Umschwung im laufenden Jahr könnte einen sehr langfristigen Trend beenden. Praktisch seit der Finanzkrise stiegen die Kurse an den Märkten für Aktien und Anleihen. Das zog fast automatisch Kapital und Gewinne der Verwalter mit nach oben. „Ein unfassbar einfaches Geschäftsmodell“, nennt es ein Berater.
Noch klarer wird George Muzinich. „Die Asset-Manager müssen erkennen, dass die guten Zeiten vorbei sind“, sagt der Leiter der 50 Milliarden Dollar betreuenden Gesellschaft Muzinich & Co. Mit den „guten Zeiten“ meint er die Jahre seit dem Ende der Finanzkrise: „Bei Tiefzinsen gab es Geld umsonst, was alle Märkte anheizte.“
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